Elektrotherapie

Schmerzen dämpfen und Muskulatur aktivieren, wenn Bewegung allein nicht ausreicht.

Kurz gesagt: Schmerzen dämpfen und Muskulatur aktivieren, wenn Bewegung allein nicht ausreicht. In der Regel 10 bis 20 Minuten je Anwendung. Meist als Ergänzung zu einer ärztlichen Verordnung.

Bei der Elektrotherapie leiten wir über Elektroden auf der Haut schwache Ströme in das Gewebe. Je nach Stromform und Frequenz entstehen unterschiedliche Wirkungen. Das macht die Methode zu einem vielseitigen Baustein, der sich gut mit aktiver Therapie kombinieren lässt.

Die wichtigsten Anwendungen

Zur Schmerzdämpfung arbeiten wir mit Reizströmen, die die Weiterleitung von Schmerzsignalen im Rückenmark hemmen und körpereigene schmerzlindernde Botenstoffe anregen. Zur Muskelaktivierung nutzen wir Ströme, die den Muskel direkt zur Kontraktion bringen. Das hilft, wenn Muskulatur nach längerer Schonung oder einer Nervenschädigung nicht mehr zuverlässig anspringt. Zur Durchblutungsförderung kommen niederfrequente Ströme zum Einsatz, die den Stoffwechsel im Gewebe anregen.

Wie eine Sitzung abläuft

Wir setzen die Elektroden auf die gereinigte Haut und steigern die Intensität langsam, bis Du ein deutliches, aber angenehmes Kribbeln spürst. Diese Schwelle bestimmst Du. Die Anwendung dauert meist zehn bis zwanzig Minuten, in denen Du entspannt liegen kannst.

Was Du erwarten kannst

Die Behandlung ist schmerzfrei. Typisch sind ein Kribbeln, ein feines Pulsieren oder ein leichtes Wärmegefühl unter den Elektroden. Nach dem Abnehmen kann die Haut kurzzeitig gerötet sein, was innerhalb kurzer Zeit von selbst verschwindet.

Ein wichtiger Hinweis vorab

Elektrotherapie ist nicht in jeder Situation möglich. Sprich uns bitte vor der ersten Anwendung auf Herzschrittmacher, implantierte Defibrillatoren, Metallimplantate im Behandlungsgebiet, Schwangerschaft und Epilepsie an. In diesen Fällen wählen wir eine andere Methode oder passen die Anwendung an.

Das erwartet Dich

Während der Elektrotherapie können Patienten ein leichtes Kribbeln, Pulsieren oder Wärmegefühl an der Stelle der Elektroden spüren.

Wann diese Behandlung sinnvoll ist

  • Chronische Schmerzen an Rücken, Schulter und Knie
  • Muskuläre Schwäche nach Ruhigstellung oder Operation
  • Reizzustände von Sehnen und Sehnenansätzen
  • Durchblutungsstörungen im behandelten Gebiet
  • Begleitend zur Krankengymnastik, um Bewegung überhaupt zu ermöglichen

Gut zu wissen

Nicht möglich bei Herzschrittmacher oder Defibrillator, bei Metallimplantaten im Stromfeld, über dem Herzen, in der Schwangerschaft im Bauch- und Beckenbereich sowie bei Hautverletzungen an der Elektrodenstelle.

Häufige Fragen

Ist Elektrotherapie mit einem Herzschrittmacher möglich?

Nein. Bei Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator verzichten wir auf Elektrotherapie und wählen eine andere Methode. Bitte sprich uns unbedingt vor der ersten Anwendung darauf an.

Spüre ich einen Stromschlag?

Nein. Wir steigern die Intensität langsam, bis Du ein deutliches, aber angenehmes Kribbeln wahrnimmst. Diese Schwelle bestimmst Du selbst und kannst sie jederzeit korrigieren lassen.

Zuletzt geprüft am von Siska Rudolph, Staatlich anerkannte Physiotherapeutin. Allgemeine Informationen zum Verfahren

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