Krankengymnastik
Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit Schritt für Schritt zurückgewinnen.
Kurz gesagt: Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit Schritt für Schritt zurückgewinnen. In der Regel 20 bis 30 Minuten je Einheit. Ärztliche Verordnung erforderlich.
Krankengymnastik ist aktive Bewegungstherapie und damit der Teil der Physiotherapie, in dem Du selbst arbeitest. Ziel ist, verlorene Funktion zurückzuholen und den Körper wieder so belastbar zu machen, dass er Deinem Alltag gewachsen ist.
Der Aufbau
Am Anfang steht ein Befund. Wir prüfen Beweglichkeit, Kraft, Stabilität und Koordination und halten fest, wo Du heute stehst. Daraus ergibt sich ein Plan mit einem realistischen Ziel, das wir gemeinsam formulieren. Ein solches Ziel ist nicht schmerzfrei sein, sondern zum Beispiel wieder ohne Pause eine Treppe steigen oder den Einkauf tragen können.
Anschließend trainieren wir in kleinen Steigerungen. Jede Einheit baut auf der vorherigen auf. Wird eine Übung sicher beherrscht, erhöhen wir die Anforderung, etwa durch mehr Wiederholungen, größeren Bewegungsumfang oder eine instabilere Unterlage.
Wie sich das anfühlt
Die Übungen sind fordernd, aber nicht schmerzhaft. Anstrengung ist erwünscht, Schmerz ist ein Signal, dass wir die Dosis anpassen. Zwischen beidem zu unterscheiden lernst Du im Verlauf, und das ist einer der wichtigsten Effekte der Therapie.
Was zuhause passiert
Der größte Teil des Fortschritts entsteht zwischen den Terminen. Du bekommst deshalb ein überschaubares Heimprogramm, meist drei bis fünf Übungen, das in wenigen Minuten am Tag machbar ist. Wir gehen jede Übung gemeinsam durch, bis Du sie sicher ausführst.
Am Ende der Serie
Zum Abschluss steht ein erneuter Befund. Du siehst schwarz auf weiß, was sich verändert hat, und bekommst einen Plan, wie Du das Erreichte selbstständig hältst.
Das erwartet Dich
Eine Behandlung in der Krankengymnastik ist eine individuelle Erfahrung, die sich oft als Kombination aus herausfordernden, aber nicht schmerzhaften Übungen anfühlt.
Wann diese Behandlung sinnvoll ist
- Zustände nach Operationen an Gelenken und Wirbelsäule
- Rückenbeschwerden und muskuläre Dysbalancen
- Arthrose an Knie, Hüfte und Schulter
- Haltungsbedingte Beschwerden
- Wiederaufbau nach längerer Schonung oder Ruhigstellung
- Gangunsicherheit und eingeschränktes Gleichgewicht
Gut zu wissen
Bring bitte bequeme Kleidung mit, in der Du Dich frei bewegen kannst, sowie feste Schuhe oder rutschfeste Socken.
Häufige Fragen
Muss ich zuhause üben?
Ja, und das ist der entscheidende Punkt. Die Termine geben die Richtung vor, die Wirkung entsteht durch Wiederholung. Dein Heimprogramm umfasst deshalb bewusst nur drei bis fünf Übungen, die in wenigen Minuten machbar sind.
Was ziehe ich am besten an?
Bequeme Sportkleidung und feste Schuhe oder rutschfeste Socken. Wichtig ist, dass Du Dich uneingeschränkt bewegen kannst.
Was ist, wenn eine Übung weh tut?
Dann sagst Du es, und wir ändern sie. Anstrengung gehört dazu, Schmerz nicht. Diese Unterscheidung zu treffen lernst Du im Verlauf der Therapie.
Zuletzt geprüft am von Siska Rudolph, Staatlich anerkannte Physiotherapeutin. Allgemeine Informationen zum Verfahren